Dr. Ursula Vallazza

FA für Kinder- und Jugendheilkunde

2340 Mödling, Wiener Strasse 9/1

Tel.: 02236/ 28 668 – Mobil: 0676/ 6 430 432

E-Mail: office@kinderarzt-moedling.at

Homepage: www.kinderarzt-moedling.at

Richtige Ernährung bei DURCHFALLSERKRANKUNGEN

Durchfallserkrankungen sind im Kindesalter keine Seltenheit. Meistens ist eine Infektion die Ursache. Glücklicherweise dauert diese Erkrankung nur wenige Tage, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Trotzdem sollte sie stets ernst genommen werden, bitte sprechen Sie grundsätzlich mit mir, wenn Sie bei Ihrem Kind mehr als 3 wässrige Stühle/Tag feststellen.

Was bedeutet  Durchfall für ein Kind?

Mit dem wässrigen Stuhl verliert das Kind Flüssigkeit  und Mineralstoffe – in Relation viel mehr als ein Erwachsener, daher besteht die Gefahr der „Austrocknung“, diese Gefahr ist umso größer, je kleiner das Kind ist. Außerdem leidet das Kind an Appetitlosigkeit, es nimmt ab. Infolge der Infektion kommt es auch zu einer Störung der natürlichen Zusammensetzung der Darmflora. Die Zahl der gesundheitsfördernden Bakterien nimmt ab, die Zahl der unerwünschten Keime steigt.

 

Was ist zu tun?

1. Ausgleich der Flüssigkeits- und Elektrolytverluste:

In den ersten Stunden schluckweise kühle Flüssigkeit (OHNE Kohlensäure!),

z.B. Elektrolytlösung aus der Apotheke, gestillte Säuglinge wie gewohnt weiterstillen!

2. Schneller Nahrungsaufbau mit altersentsprechender Kost, zur schnellen Regeneration der Darmschleimhaut.

Es ist KEINE STRENGE DIÄT erforderlich!!

- Beginnen Sie mit trockenen Keksen, Zwieback, Biskotten, Soletti, Semmeln,

  Kipferl, Weißbrot, .....

- ev. dünn mit Butter bestreichen, magere Wurst,  Schinken;

- Suppe mit Nudeln, Reis oder Grieß;

- Mageres Fleisch oder Fisch mit Reis, Kartoffeln oder Nudeln, gedünstetes,

  leicht verdauliches Gemüse ( kein Kohl, Erbsen,..).

- Als Getränk können Tee, Wasser, stark verdünnter Fruchtsaft

  (z.B. Himbeersaft) gegeben werden.

 

Folgende Nahrungsmittel meiden bis sich der Stuhl wieder normalisiert hat:

- Vollmilch in größeren Mengen

- Stark gesüßte und/ oder kohlesäurehältige Limonaden/soft drinks

- Rohes Obst außer Bananen, geschabter Apfel

- Rohes Gemüse und Salate

- Honig, Marmelade, Schokolade in größeren Mengen

- Vollkornprodukte

- Pommes frites, paniertes Fleisch

- Eier

Sollten Sie noch Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese gerne bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Ordination.

Verfasser: Dr. Ursula Vallazza, FA für Kinder- u. Jugendheilkunde, Wiener Strasse 9/1, A-2340 Mödling