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Entwicklungskalender - Das erste Lebensjahr im Überblick
Lebensmonat:
1.
Lebensmonat
In den
ersten 10 Tagen kann ein Baby etwa zehn bis 15% seines Körpergewichts
abnehmen. Das Geburtsgewicht wird meist nach zwei bis drei Wochen wieder
erreicht. Der Tag-Nacht Rhythmus ist noch wenig ausgeprägt.
Stillen ist
die beste Ernährung für das Baby. Nur wenn es
nicht anders geht, sollten Kinder Fertigmilch bekommen - in den ersten
Wochen Produkte mit der Bezeichnung „volladaptiert = Pre“, frühestens
nach dem vierten Monat „Folgemilch 1“.
Wenn nicht
gestillt wird und es in der Familie ein starkes Allergierisiko gibt,
sollte „hypoallergene“ Prenahrung gefüttert werden.
Das Baby ist
kurzsichtig. Es kann sich nur durch Schreien bemerkbar machen, lässt
sich aber durch auf den Arm nehmen beruhigen. Grelles Licht und laute
Geräusche stören.
Wenn Ihr
Kind auf dem Rücken liegt, bewegt es bei gerade gehaltenem Kopf Arme
und Beine gleichmäßig, die Hände sind meist fest zu Fäusten geschlossen.
Es überwiegen noch ungezielte, unkoordinierte Bewegungen.
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2.
Lebensmonat
Das Baby
beginnt zu lächeln und reagiert auf Gesichter. Eine Rassel wird mit den
Augen nach beiden Seiten verfolgt. Die Fäuste sind viel öfter geöffnet
und die Hände gelangen zum Mund.
In der
Bauchlage hebt Ihr Baby seinen Kopf und dreht ihn auf die Seite. Es
reagiert auf den Klang von Stimmen, besonders auf hohe Töne und Gesang.
Es beginnt selbst Laute (ä ä hä) zu produzieren.
Manche Babys
schreien in den ersten drei Monaten – vorwiegend abends – stundenlang
und ohne ersichtlichen Grund. Viele Eltern werden dadurch unsicher.
Leider sind die Ursachen für diese so genannten „Dreimonatskoliken“
nicht genau bekannt. Meistens hören diese Unruhephasen von selbst
wieder auf. Hilfreich können auch verschiedene homöopathische Globuli
sein.
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3.
Lebensmonat
Bis zum Ende
des dritten Monats hat das Baby durchschnittlich 1.000 Gramm zugenommen
und ist rund zehn Zentimeter gewachsen.
Das Baby hat
seinen Kopf unter Kontrolle. Wenn es auf
dem Rücken liegt, entdeckt es seine Hände und Füße. Liegt das Baby auf
dem Bauch, kann es den Oberkörper aufrichten. Wird es aufrecht gehalten,
stemmt es sich mit seinen Füßen gegen die Unterlage.
Es fixiert
ein sich bewegendes Gesicht und folgt mit den Augen, ebenso stoppt es
seine eigene Bewegung beim Klingeln eines Glöckchens.
Ab jetzt
sollte mit den empfohlenen Schutzimpfungen begonnen werden, da der
Schutz durch mütterliche Antikörper langsam nachlässt, während das
kindliche Immunsystem die Arbeit aufnimmt. ( Siehe auch Tipps:
Impfplan!)
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4.
Lebensmonat
Mit vier
Monaten beginnt ein Baby, nach Dingen zu greifen, die über dem Bett
aufgehängt sind.
Das Baby
hebt den Kopf in Rückenlage, beim Hochziehen zum Sitzen kann es den Kopf
aktiv nach vorne mitziehen. Es dreht sich in Seitenlage und hat eine
gute Kopfkontrolle auch im Sitzen. In Bauchlage kann es sich hoch
drücken, manchmal gelingt auch ein Umdrehen zur Rückenlage.
Das Baby
beginnt, Rrrrrrr-Ketten zu bilden.
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5.
Lebensmonat
Viele Babys
benutzen jetzt nur noch eine Hand, wenn sie nach etwas greifen. Das Baby
stützt sich auf einen Unterarm und greift mit der anderen Hand. Alles
wird betrachtet und in den Mund gesteckt. Das Kind hebt Arme und Beine
gleichzeitig in Bauchlage hoch und dreht sich vom Bauch in die
Rückenlage.
Das Baby
entdeckt seine Stimme und jauchzt, ebenso lacht es, wenn man es neckt.
Irgendwann
zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat kommt der erste Zahn.
Langsam kann
mit dem „Zufüttern“ begonnen werden. Dem Kind werden einige Löffel
Karottenpüree oder anderes Gemüse, sowie geschabter Apfel oder Birne
angeboten und so langsam eine Milchmahlzeit ersetzt. (Siehe auch Tipps:
Beikost-Zufüttern!)
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6.
Lebensmonat
Gegen Ende
des sechsten Monats wiegen Babys durchschnittlich doppelt so viel wie
bei der Geburt.
Viele Babys
drehen sich schon vom Rücken in die Bauchlage. Das Baby stützt sich mit
einer Hand in der Bauchlage ab und holt mit der anderen gleichzeitig
einen Gegenstand. Es greift mit der ganzen Hand und kann Gegenstände von
einer Hand in die andere nehmen.
Das Baby
beginnt mit Unterstützung zu sitzen. Die Beine werden bei Stehversuchen
nicht mehr abgeknickt, es steht auf den Zehenspitzen und hüpft.
Das Kind
formt rhythmische Silbenketten.
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7.
Lebensmonat
Ihr Baby
erkennt bekannte Menschen und beginnt zu fremdeln. Das Gleichgewicht im
Sitzen ist noch unsicher, es versucht durch Drehen seines Körpers aktiv
an Dinge heranzukommen und macht die Sprachmelodie der Erwachsenen nach.
Als Getränke
sind am besten Wasser, ungesüßter Saft oder Tee geeignet. Wenn Sie
Mineralwasser nehmen, dann solches, das „zur Zubereitung von
Säuglingsnahrung geeignet“ ist. Viele Kindertees enthalten sehr viel
Zucker –das ist gefährlich für Zähne und Kiefer- sie sollten daher vermieden werden.
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8.
Lebensmonat
Das Baby
robbt rückwärts und steht gehalten bzw. „hopst“, 10% der Babys krabbeln
nicht. Alles wird genau beobachtet, dem fallenden Spielzeug wird
nachgeschaut.
Manche
einfache Silben spricht es deutlich aus und wiederholt sie. Das Baby
reagiert, wenn es seinen Namen hört.
Jetzt kann
man einen Milch-Getreide-Brei anbieten, der beispielsweise die
Milch-Mahlzeit abends ersetzt.
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9.
Lebensmonat
Das Baby
greift mit Daumen und Zeigefinger und kann mit geradem Rücken sitzen. Es
kommt in den Vierfüßlerstand, schaukelt, verlagert das Gewicht und
kommt über die Bauchlage zum Sitzen hoch.
Die so
genannte Entwicklungsphase der „Objekt-Permanenz“ beginnt, welche Sie
folgendermaßen feststellen können: Sie verstecken ein Spielzeug unter
einem Tuch und ihr Baby weiß, dass der Gegenstand trotzdem da ist. Wenn
Sie ihm etwas wegnehmen, wird es ärgerlich.
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10.
Lebensmonat
Das Baby
zieht sich zum Stehen hoch und wippt auf und nieder. Es kann jetzt den
Löffel zum Mund führen und einfache Worte aussprechen.
Gegenstände
werden absichtlich fallen gelassen.
Machen Sie
Ihre Wohnung kindersicher. Das Kind sucht sich zum Spielen, was es im
Haushalt gibt. Bieten Sie dem Kind etwas von den Familienmahlzeiten an,
aber salzen und würzen Sie nur sehr wenig.
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11.
Lebensmonat
Das Kind
benutzt seine Zeigefinger, um auf etwas zu deuten. Kleine Gegenstände
werden zwischen Daumen und Zeigefinger ergriffen (Pinzettengriff). Es
spielt gerne Verstecken und imitiert Grimassen. Auf Nachfrage werden
bekannte Personen oder Gegenstände gesucht.
Das Kind
zieht sich hoch und steht mit Anhalten, es kann – wenn es gehalten wird
– auch schon einige Schritte gehen.
Es ist
normal, wenn ein Kind einmal mehr und dann wieder fast nichts isst.
Kleinkinder haben ein sehr ausgeprägtes Empfinden dafür, wie viel sie
brauchen. Erst wenn auffällige Essgewohnheiten länger dauern oder Ihr
Kind zu dünn oder zu dick wird, sollten Sie mit dem Kinderarzt sprechen.
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12.
Lebensmonat - Das erste Lebensjahr
Alles Gute
zum Geburtstag! Mit zwölf Monaten hat Ihr Kind sein Geburtsgewicht meist
verdreifacht.
Es läuft
sicher an Ihrer Hand oder am Tisch entlang, manche Kinder machen vor
oder nach ihrem ersten Geburtstag die ersten freien Schritte.
Das Kind
greift nun mit den Spitzen von Daumen und Zeigefinger wie mit einer
Zange.
Das Kind
nimmt seine Mahlzeiten nun mit der Familie ein. Mindestens eine warme
Mahlzeit am Tag ist wichtig (mittags und/oder abends). Morgens kann man
Milch(flasche), belegte Brote, ein Müsli oder Brei anbieten. Optimal für
zwischendurch sind frisches Obst und rohes Gemüse oder Vollkornkekse.
Sollten Sie noch Fragen haben,
beantworten wir Ihnen diese gerne bei Ihrem nächsten Besuch in
unserer
Ordination.
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