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KOPFLÄUSE sind KEINE SCHANDE
Am Ende der Schulferien
kommt es öfters zum Auftreten von Kopfläusen. Dabei können Personen aller
Altersgruppen und Bevölkerungsschichten betroffen sein. Läuse fühlen
sich auch in sauberem Haar pudelwohl, sie sind kein Zeichen mangelnder
Hygiene.
Oft breiten sich
Kopfläuse epidemieartig in Kindergärten und Schulen aus, bedingt durch
enges Spiel und gemeinschaftliche Kuschelecken. Je älter die Kinder
desto seltener werden die unerwünschten Mitbewohner.
Frühsymptom
eines Lausbefalls ist das Kratzen der Kinder am Kopf. Beim Nachsehen
sollte das Strich für Strich gescheitelte Haar genau, eventuell sogar
mit einer Lupe, untersucht werden, vor allem die Schläfen-, Ohren- und
Nackenregion. Achten Sie nicht nur auf die Läuse selbst, sondern auch
auf die fest am Haar haftenden weißlichen Nissen.
Kinder mit Lausbefall
müssen unverzüglich nach Hause geschickt werden, um weitere Ansteckungen
zu vermeiden. Ein neuerlicher Schul- oder Kindergartenbesuch ist erst
dann wieder erlaubt, wenn das Kind ein ärztliches Attest vorlegen kann,
das „ Läuse- und Nissenfreiheit“ bestätigt.
Die lästigen Tierchen
loszuwerden, ist gar nicht so einfach, denn sie sind gegen Wasser und
Kälte sehr widerstandsfähig. Nur spezielle Shampoos aus der Apotheke
sind in der Lage, die Parasiten und die Nissen abzutöten. Wichtig dabei
ist, die Gebrauchsanweisung streng zu beachten, sonst kann es nach 2-3
Wochen zu neuerlichem Auftreten von Kopfläusen führen. Die letzte
Spülung nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit sollte mit Essigwasser
durchgeführt werden. Dadurch wird die Kittsubstanz, mit der die Nissen
an den Haaren festgeklebt sind, aufgeweicht. An schließend werden die
Haare Strähne für Strähne mit einem feinen Kamm durchgekämmt, um die
Nissen zu entfernen.
Um eine Weiterverbreitung
innerhalb der Familie zu vermeiden, sollten sich alle in der
Wohngemeinschaft lebenden Personen untersuchen und gegebenenfalls
behandeln lassen.
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Was tun, wenn sie da
sind?
Lehrer, Erzieher und
Eltern informieren, damit alle untersucht und ev. behandelt werden
können
Bürsten, Kämme,
Haarschmuck auskochen oder vernichten
Bettwäsche, Kopfpolster
und Handtücher wechseln und mit mindestens 60 Grad waschen Mützen,
Kleider, Schals, Plüschtiere, Teddybären, etc. ebenfalls gründlich
waschen, reinigen oder mit einem Antiläusespray behandeln
ebenso Autositze oder
Polstermöbel (Vorsicht: starker Geruch!)
Kleider und Spielzeug ev.
Luftdicht im Plastiksack, mindestens 2 Wochen, hungert die Läuse aus, 3-4 Tage im Gefrierschrank
gründliches Staubsaugen
und aufwaschen, um lose Haare zu entfernen
Wann muss man zum Arzt?
Bei Säuglingen und
Kleinkindern vor der Behandlung nachfragen
Bei starken
Hautveränderungen durch zusätzliche Infektion
bevor das Kind wieder in
den Kindergarten oder Schule geht, um das „Lausfreiheitsattest“ zu holen
Vorbeugung
kein direkter
Körperkontakt mit Infizierten
kein gemeinsames Benützen
von Kämmen, Bürsten, Mützen, Haargummis,...
Haare täglich leicht mit
Haarspray einsprühen, die Läuse kleben darin fest und ersticken
Kurzhaarschnitt
Nelkenduft, -kissen oder
-öl verwenden
Sollten Sie noch Fragen haben,
beantworten wir Ihnen diese gerne bei Ihrem nächsten Besuch in
unserer
Ordination.
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